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Kombucha (auszusprechen wie "kom-bu-tscha") ist ein Wort der japanischen Sprache und setzt sich zusammen aus "kom-bu" (= Riementang) und "cha" (= Tee). Neben der korrekten Form "Kombucha" kann man in Japan oft auch die verkürzte Form "Kobucha" hören. Der "Riementang-Tee" ist in Japan (mindestens) seit Jahrhunderten bei Kindern und Erwachsenen sehr beliebt, besonders im Winter. Auch ich habe ihn oft und gern getrunken.
Die Zubereitung von japanischem Kombucha
Der in kühlen Meeren bis zu 8 Meter lang werdende Riementang (auf japanisch "kombu") wird im Meer, und zwar vorwiegend neben der
nördlichen japanischen Insel Hokkaido, gesammelt und getrocknet, bis er ganz trocken und hart ist.
Danach wird er in Steinmörsern zu Pulver zermahlen und mit Salz und verschiedenen Gewürzen gemischt.
Diese Pulvermischung kann man in Japan fertig kaufen. |
Europäischer "Kombucha" bzw. das osteuropäische "Teepilz-Getränk"In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird an mancherlei Orten ein osteuropäisches "Teepilz-Getränk"
ebenfalls unter dem Namen Kombucha angeboten: dieses entsteht allerdings in der Regel durch Fermentierung von Schwarztee
mit Hilfe einer (hoffentlich gutartigen)
symbiotischen Hefen- und Bakterien-Kultur und muss dafür eine Zeit lang zwecks Fermentierung stehen gelassen werden.
Ob das Trinken dieses Getränks gesund ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, doch sollte man wissen: Es scheint, als habe sich in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts jemand für das osteuropäische Teepilz-Getränk, das damals als (russischer) Tee-Kwaß oder Wolgapilz bekannt war, aus Vermarktungsgründen den exotischer klingenden Namen "japanischer Teepilz" oder gar "fungus japonicus" einfallen lassen, an dem manche bis heute hartnäckig festhalten - obwohl dieses Getränk in Japan bis 1970 vollkommen unbekannt war. Erst in den 70er Jahren startete erstmals ein Versuch, dieses Getränk auch in Japan zu verbreiten - natürlich nicht unter dem falschen Namen "Kombucha", sondern unter dem neuen Phantasienamen "Kôcha-kinoko" (= Schwarztee-Pilz). Da der Schwarztee-Pilz den japanischen Geschmack aber nicht traf, verschwand er nach ein paar Jahren wieder vom Markt. |

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