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Esperanto
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Da ein wesentlicher Fokus beim Esperantolernen auf dem Vertiefen des Verständnisses der Grammatik der EIGENEN Sprache
liegt (das kann man in meiner Erläuterung zu These 2 erahnen), geht ein Kind nach dem Erwerb von Esperantokenntnissen
bestens gerüstet an das Erlernen weiterer Fremdsprachen heran: es weiss dann nämlich genau zwischen Adjektiven
und Adverbien zu unterscheiden, kennt die Verwendung von Partizipien, weiss wo ein Akkusativ gebraucht wird, usw.
Es handelt sich hier nicht um mein Wunschdenken, sondern vielmehr um die natürliche Folge des Esperantolernens:
da Esperanto in seinen Wort-Endungen ja schließlich die genauen grammatischen Beziehungen zwischen
den einzelnen Wörtern im Satz definiert, kann man diese Endungen unmöglich korrekt produzieren, wenn man nicht
vorher die Grammatik des zu übersetzenden Satzes in seiner eigenen Sprache verstanden hat ...
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Hier habe ich langfristig geplant, diesen Artikel noch etwas auszubauen und ein wenig auf die vielen Schulversuche einzugehen,
die im letzten Jahrhundert immer wieder ähnlich in verschiedenen Ländern stattgefunden haben,
und interessanterweise immer wieder den Wert des Esperantolernens bestätigt haben. Bis ich Zeit für diese Ergänzung finde, möchte ich auf die entsprechende Esperanto-Schulversuche-Zusammenstellung in Wikipedia verweisen, leider liegt der entsprechende ausführliche Artikel bisher nur in englischer Sprache vor: The propaedeutic value of Esperanto In vielen dieser Schulversuche wurden Klassen zweigeteilt: in eine Gruppe, die zuerst etwa ein Jahr lang Esperanto und erst danach die eigentliche Zielsprache, z.B. Englisch, lernen sollte, während die andere Gruppe sofort mit dem Erlernen der Zielsprache begann. Nach drei oder vier Jahren mit genau gleich vielen Unterrichtsstunden insgesamt, wurden die sprachlichen Leistungen der Schüler beider Gruppen in der Zielsprache bewertet. Und in allen Fällen zeigte sich in der "Esperanto-Gruppe" eine bessere Leistung in der Zielsprache, obwohl sie weniger Unterricht in der Zielsprache gehabt hatte als die andere Gruppe! |
| Ergebnis zu THESE 4: |
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Die rationale und systematische Struktur der Esperanto-Grammatik vermittelt den Esperanto-Lernenden eine klare Sicht
auf grammatische Zusammenhänge und verhilft den Lernenden auch zu einem vertieften Verständnis der grammatischen
Strukturen der eigenen Muttersprache. Beim Erlernen von Esperanto kann aufgrund der in den Thesen 1, 2 und 3 beschriebenen Eigenschaften der Sprache ein schneller Lernerfolg erwartet werden. Durch Esperanto wird Kindern (und Älteren) also nicht nur ein solides Grammatikverständnis vermittelt, sondern es wird ihnen - gerade durch den schnellen Lernerfolg - auch die Angst vor dem Fremdsprachen Lernen insgesamt genommen und das Vertrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten gestärkt. |
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