Die AX-Computer waren der erste ernsthafte Versuch, IBM-Kompatible in Japan zu vermarkten.
Dazu wurde eine spezielle EGA-Graphikkarte, genannt "JEGA" (Japanese EGA) entwickelt,
die mit viel zusätzlich vorhandenem ROM und einem speziellen
Zeichengenerator Hardware-Unterstützung für Japanisch im Textmodus bot und so Applikationen,
die an den AX-Standard angepasst waren,
das Laufen auf IBM-Kompatiblen ermöglichte.
Außerdem benötigt ein AX-Rechner für den Japanisch-Betrieb ein spezielles AX-Keyboard,
das identisch ist mit einem amerikanischen 101-Tasten-Keyboard - plus 5 Zusatztasten.
Die JEGA-Karte war im "IBM-Modus" EGA-kompatibel (mit 640x350 Pixeln),
im japanischen AX-Modus dagegen nicht, denn da wurde das alternative AX-BIOS für Japanisch aktiviert und auch
eine höhere Bildschirmauflösung (640x 480 Pixel).
Da sich just zu dieser Zeit die VGA-Karten verbreiteten und die EGA-Karten "ausstarben",
folgte nach JEGA die Emulation des japanischen JEGA-Modus auf einer Standard-VGA-Karte, die AX-VGA genannt wurde,
und zwar gab es da eine Version
ähnlich der JEGA-Karte mit voller Hardware-Unterstützung auf der "JVGA"-Karte,
die AX-VGA/H genannt wurde,
und alternativ eine Version mit einer Standard-VGA-Karte plus einer Software-Emulation,
die AX-VGA/S genannt wurde
(die letztere existierte noch in zwei Unterversionen, eine mit einem zusätzlichen Kanji-ROM,
und eine ohne, wo auch dieses per Software-emuliert wurde).
Die AX-Computer hatten kaum Fuß gefasst, als sie von der DOS/V-Welle überrollt wurden
und so wieder vom Markt verschwanden -
DOS/V löst das Japanisch-Problem auf der Basis einer Standard-VGA-Karte allein durch Software
(ähnlich AX-VGA/S), und bietet auch im
Japanisch-Modus die vollen Möglichkeiten des VGA-Standards,
ohne JEGA-bedingte Einschränkungen und ohne ein spezielles Japanisch-Keyboard.
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