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Der westeuropäisch orientierte Zeichensatz des Sinclair QL


Der wie bei den anderen europäischen Computern auf 8 bit bzw. 256 Zeichen beschränkte Zeichensatz des QL war mit Bedacht so gewählt, dass im sog. Upper-ASCII-Bereich (beim QL auch "sekundärer Font" genannt) bereits 1984 alle Zeichen enthalten waren, um nicht nur englisch, sondern auch portugiesisch, spanisch, französisch, italienisch, deutsch, niederländisch, dänisch, norwegisch, schwedisch usw., also alle wichtigen westeuropäischen Sprachen schreiben zu können. Dabei war auch die französische oe-Ligatur (œ) nicht vergessen worden wie etwa beim franz?sischen IBM PC. In der IBM-PC- und Windows-Welt kam es erst in den 1990er Jahren mit der Einführung von UNICODE zu einer vergleichbaren (und noch weiter reichenden) Einheitlichkeit ...
Ab 1985 wurden QL-Versionen nicht nur mit englischer Tastatur, sondern auch mit landesspezifischen Tastaturen für England, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, und für Schweden angeboten - die Codes, denen in der jeweiligen landesspezifischen Tastatur nicht direkt eine Taste zugeordnet ist, konnten durch Mehrfachgriffe mit SHIFT oder CRTL oder beiden eingegeben werden. Bei den Codes im Bereich xC0-xFF wird teilweise auch die Taste ALT gebraucht. jeweils nicht -

Einheitlicher Standard-Zeichensatz aller Sinclair QL Modelle:

  +00+01+02+03 +04+05+06+07 +08+09x0A+0B +0C+0Dx0E+0F Bemerkung:
x00 Codes für Steuerzeichen
(werden nicht als Zeichen angezeigt)
 
x10
x20  !"# $%& ()*+ ,./ primärer
Font
x30 0123 4567 89:; <=>?
x40 @ABC DEFG HIJK LMNO
x50 PQRS TUVW XYZ[ \]^_
x60 £abc defg hijk lmno
x70 pqrs tuvw xyz{ |}˜©
x80 äãåé öõøü çñæœ áàâë sekundärer
Font
x90 èêïí ìîóò ôúùû ߢ¥
xA0 ÄÃÅÉ ÖÕØÜ ÇÑÆŒ αδθλ
xB0 µπφ¡ ¿§¤ «»°÷
xC0 Codes für Cursor-Bewegungen und Editierbefehle
(werden nicht als Zeichen angezeigt)
 
xD0
xE0
xF0

Der hier angegebene Zeichensatz ist der im QL-ROM enthaltene 5x9-Pixel-Standard-Zeichenfont (jedes Zeichen wird auf dem Bildschirm in einer 6x10-Pixel-Matrix angezeigt, damit immer mindestens 1 Pixel Zwischenraum nach rechts und nach unten verbleibt). Es ist beim QL aber auch möglich, eigene Fonts zu definieren. Jedes einzelne Fenster enthält bei QDOS in seinem RAM-Verwaltungsblock zwei Basis-Adressen, eine für den Font der Zeichen von x20 bis x7F ("primärer Font"), und eine zweite für den Font der Zeichen von x80 bis xBF ("sekundärer Font"). Durch den Betriebssystem-Trap SD.FOUNT (TRAP#3, D0=25) kann man anstelle der Default-Basis-Adressen auf das ROM auch Pointer auf selbstdefinierte 5x9-Pixel-Fonts im RAM eintragen und so in ausgewählten Fenstern nach Belieben auch alternative oder exotische Schriftarten, oder komplexe Textgraphiken zur Verwendung mit den normalen Schreibbefehlen von SuperBASIC (PRINT etc.) anzeigen.


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