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Information zur Laserdisc
Kurzer Abriss zur Geschichte der Laserdisc
Kurzer Abriss zur Geschichte der Laserdisc
1. Einleitung
2. Zeittafel zur Geschichte der "normalen" Laserdiscs (für NTSC und PAL) 1978-2009
3. Zeittafel zur Geschichte der HD-Laserdiscs (für "MUSE Hi-Vision") 1992-2002,
und des analogen und digitalen HDTV in Japan 1989-2007
1. Einleitung
Die Idee einer Laserdisc wurde bereits 1958 geboren und schließlich im Jahre 1961 durch den Amerikaner David Paul Gregg patentiert.
Die von ihm 1965 gegründete Firma wurde 1968 von MCA/USA aufgekauft, die die Entwicklung weiterführte.
1970 begannen unabhängig davon auch die niederländische Firma Philips und die japanische Firma Pioneer mit der Entwicklung
eigener optischer Videodisk-Systeme. Die Entwicklungsteams der drei Firmen wurden aufeinander aufmerksam,
als im September 1972 Philips seine "Video-Langspeel-Plaat" (VLP) vorstellte und im Dezember 1972 MCA sein "Disco-Vision"-System.
Zwei Jahre später, im September 1974, verbündeten sich MCA und Philips miteinander und einigten sich auf einen
gemeinsamen Laserdisc-Standard: das "MCA and Philips Optical Videodisc System". 1975 beschloss Pioneer nach Teilnahme an einer
von MCA und Philips gemeinsam in Berlin abgehaltenen Demonstration ihres Systems, sich dem MCA/Philips-System anzuschließen -
damit war das ursprüngliche "Laserdisc-Trio" komplett.
Im Jahre 1977 gründeten MCA und Pioneer dann zusammen die Firma Universal-Pioneer-Corp. (UPC).
Die Firmen beginnen in Absprache miteinander im Jahr 1978 mit der Markteinführung des Systems -
der erste im Dezember 1978 verkaufte Player "Magnavision VH-8000" kam dabei von Philips und die dazu passenden Platten
unter dem Namen "DiscoVision" (jetzt ohne Bindestrich) von MCA. Kurz danach, im Februar 1979, begann über UPC auch der
Verkauf eines von Pioneer gebauten Players,
bekannt unter den Alias-Namen "DiscoVision PR-7820", "MCA PR-7820" und "Pioneer PR-7820/Model 3".
So begann die Geschichte des Laserdisc-Systems, das allerdings zunächst nur für das NTSC-System
und nur in den USA zu bekommen war.
1980 nahm Pioneer auch die Fertigung von Laserdiscs auf, zunächst nur für den amerikanischen Markt.
Und das Firmen-Trio gründete zusammen mit IBM die "Laservision Association".
Inzwischen begannen sich allerdings in Amerika Kundenreklamationen zu häufen: da die von MCA produzierten Platten nicht immer
die ursprünglich anvisierte Spezifikation erfüllten und andererseits die Philips-Player sehr kritisch auf geringe
Abweichungen reagierten, kam es zwischen den Laserdisc-Partnern bald zu Streit und gegenseitigen Schuldzuweisungen.
MCA DiscoVision versuchte seine Probleme mit der Laserdisc-Fertigung durch einen Merger mit einer IBM-Firma zu lösen
und wurde zu DiscoVision Associates (DVA), allerdings ohne den erwarteten Erfolg.
In der Folge gab MCA die eigene Produktion der Platten auf.
Die Plattenproduktion bei Pioneer hatte diese Probleme nicht, denn Pioneer hatte von Anfang an bei der Laserdisc-Fertigung auf
Reinraumtechnik gesetzt. Die Markteinführung der Laserdisc in den japanischen Markt folgte im Herbst 1981,
und im Mai 1982 erschienen die ersten PAL-Modelle in Europa.
Neben Pioneer beteiligten sich bald auch andere japanische Firmen an der Laserdisc-Player-Produktion, insbesondere
Sony, und nach und nach entstanden in Japan, in den USA, in Korea und in Hongkong, aber auch in Europa immer mehr Fabriken
für die relativ aufwändige Produktion der Laserdiscs, und diese brachten im Lauf der Jahre zusammen mehr
als 60000 Titel (geschätzt) auf den Markt - allein von Pioneer sollen insgesamt mehrere hundert Millionen Laserdiscs verkauft
worden sein, in den neunziger Jahren wurden Laserdiscs aber von mehr als einem Dutzend Firmen produziert ...
Von 1978 bis 2009 sollen insgesamt mehr als 12 Millionen Abspielgeräte verkauft worden sein:
allein von Pioneer in Japan 3,6 Millionen und von den anderen japanischen Herstellern wie
Aiwa, Akai, Denon, Funai, Hitachi, Kenwood, Mitsubishi, NEC, Onkyo, Panasonic, Sansui, Sanyo, Sharp, Sony, TEAC, Toshiba und Yamaha
zusammen in Japan etwa weitere 3 Millionen (teils OEM von Pioneer, teils eigene Geräte). Andere Quellen sprechen von insgesamt
mehr als 16 Millionen Abspielgeräten und davon 9,5 Millionen allein von Pioneer - jedoch weltweit und inklusive der OEM-Geräte.
Außerhalb Japans gab es Laserdisc-Player von den vorgenannten und außerdem auch von Firmen wie Philips, RCA, Samsung,
Marantz, Telefunken, Tandy, Runco und vielen anderen zu kaufen, auch davon waren viele OEM-Geräte von Pioneer.
Genaueres findet sich dazu in der "Laserdisc UK Web Site"
(siehe dazu meine Weblink-Info).
Allein Pioneer hat im Lauf der Jahre mehr als 300 verschiedene LD-Player-Modelle herausgebracht, Sony insgesamt mehr als 100.
2. Zeittafel zur Geschichte der "normalen Laserdiscs" (für NTSC und PAL) 1978-2009
in schwarz: Information zum Thema, rote Jahreszahl: Niedergang der LD, in blau: Randinformation
- 1958 Erfindung der Laserdisc-Technologie auf Basis einer transparenten Videodisc durch David Paul Gregg, patentiert 1961.
- 1965 Gregg gründet die Firma Gauss Electrophysics zur Entwicklung eines optischen Videodisc-Systems.
- 1968 die Movie-Company MCA/USA kauft Gauss Electrophysics und setzt die Entwicklung fort.
- 1970 Pioneer/Japan und Philips/Niederlande beginnen mit der Entwicklung eigener Videodisc-Systeme.
- 1970 MCA demonstriert seinen optischen "DRAW"(direct read after write)-Recorder.
- 1972 September: Vorstellung des optischen "VLP"-Systems (Video Langspeel Plaat) durch Philips/Niederlande.
- 1972 Dezember: Vorstellung des optischen "Disco-Vision"-Systems durch MCA/USA, die sich in "MCA Disco-Vision" umbenennt.
- 1974 September: Philips und MCA verbünden sich und einigen sich auf einen gemeinsamen Standard, das "MCA and Philips Optical Videodisc System".
- 1975 Mai: Sony beginnt mit der Vermarktung der allerersten Betamax-Videorekorder.
- 1975 nach einer von Philips und MCA in Berlin abgehaltenen Demo beschließt Pioneer/Japan, sich dem Philips/MCA-Standard
anzuschließen.
- 1977 Sony zeigt auf der "Audio-Fair 1977" einen CD-Vorläufer (16 bit PCM Stereo, 44,1 kHz) auf Basis einer
Philips-Experimental-Laserdisc (ø 30cm).
- 1977 Oktober: Pioneer und MCA gründen gemeinsam die Firma Universal-Pioneer Corp. (UPC).
- 1977 Oktober: JVC beginnt in den USA mit der Vermarktung der allerersten VHS-Videorekorder.
-
- 1978 Dezember: Markteinführung der Laserdisc durch die Philips-Tochter Magnavox in Atlanta/Georgia:
→ der erste Laserdisc-Player "Magnavision VH-8000" kommt von Philips/Niederlande, die Discovision-Platten von MCA/USA, u.a. der
Spielfilm "Jaws".
- 1979 Februar: UPC beginnt mit dem Verkauf ihres ersten Laserdisc-Players für den amerikanischen Markt, dem PR-7820
- 1979 Philips und Sony beschließen den zukünftigen CD-Standard,
Sonys Vorschlag (EFM, 16 bit PCM Stereo, 44.1kHz, ø 12cm) wird angenommen.
- 1979 Grundig beginnt mit der Vermarktung der ersten Video2000-Rekorder.
- 1980 April: der Laserdisc-Player-Bauer Pioneer beginnt nun auch mit der Produktion von Laserdiscs.
- 1980 Juni: UPC beginnt in Amerika mit dem Verkauf des Laserdisc-Players VP-1000, auch "Volksplayer" genannt.
- 1980 November: Pioneer, Philips, MCA und IBM gründen die "Laservision Association".
- 1981 Oktober: Pioneer verkauft den ersten LD-Player für den japanischen Markt, den LD-1000.
- 1982 April: UPC wird 100%-Tochter von Pioneer und benennt sich in Pioneer Video Corp. (PVC) um.
- 1982 Einführung des CX-Rauschunterdrückungsverfahrens für den analogen Ton.
- 1982 Oktober: Pioneer beginnt mit dem Verkauf von Karaoke-Playern,
die japanische Karaokekette Daiichi-Kosho führt Anfang 1983 diese Player landesweit ein.
- 1982 die ersten Laserdiscs und Laserdisc-Player "Laservision" für das PAL-System kommen auf den Markt.
- 1982 die ersten CD-Platten mit digitalem PCM-Ton erscheinen (ihre Technik war vorher auf
Experimental-Laserdiscs entwickelt worden).
- 1983 November: der erste LD-Player mit Halbleiter-Laser anstelle des Gas-Lasers kommt auf den Markt: der Pioneer LD-7000.
- 1983 Dezember: Sony kündigt seinen Einstieg ins LD-Geschäft an und verkauft ab April 1984 OEM-LD-Player von Pioneer
unter dem Namen "Lasermax".
- 1984 Juni: Für den Asiatisch-Pazifischen Markt wird auf japanisches Betreiben hin die "Laservision Association Pacific"
(LVAP) gegründet. 38 Firmen treten bei.
- 1984 September: Pioneer bringt den ersten LD/CD-Kombiplayer heraus, den CLD-9000
Zugleich wird optionaler digitaler Ton auf NTSC-Laserdiscs ermöglicht.
- 1985 die ersten Laserdiscs (NTSC) mit zusätzlichem digitalem PCM-Ton wie auf CD erscheinen.
Der Name (bisher "Laservision") wechselt zu "LaserDisc".
- 1985 die ersten Laserdiscs (PAL) mit digitalem PCM-Ton wie auf CD, anstelle des analogen Tons, erscheinen.
Der Name wechselt zu "CD-Video".
- 1985 Februar: Hitachi und Nihon Columbia beginnen OEM-Player von Pioneer zu verkaufen.
- 1985 März: Nihon Marantz beginnt mit dem Verkauf von OEM-Kombiplayern von Pioneer.
- 1985 Juni: Sony beginnt selbst entwickelte LD-Player zu verkaufen. Die Horizontalauflösung steigt von bisher 350 TVL auf 370 TVL.
- 1985 Juni: CIC, die die Rechte an Paramount und Universal besitzt, entschließt sich, Filme auf LD herauszugeben - damit
unterstützen jetzt die 7 größten amerikanischen Filmverlage die Laserdisc.
CIC hatte zuvor nur die von der Nihon Victor Company entwickelten Medien VHS und VHD unterstützt.
- 1985 Sony beginnt mit der Vermarktung der ersten Video8-Videokameras "Handycam".
- 1985 November: Nippon-Gakki (jetzt: Yamaha) beginnt den von ihnen selbstentwickelten Player LV-X1 zu verkaufen.
Er kostet unter 100000 Yen und erreicht 400 TVL.
- 1986 Pioneer bringt den LD-S1 auf den Markt, den ersten Laserdisc-Player mit Digital Memory,
der damit Standbild auch bei CLV-Platten ermöglicht.
- 1986 Oktober: Kuraray Toyoshima übernimmt VLP-Technik von Philips und beginnt in Japan mit der Produktion von LD.
- 1987 Matsushita Denki Sangyou bringt den ersten LD/CDV/CD-Player heraus, der auch 12cm-Laserdiscs (VSD und CDV5) abspielen kann.
- 1985 April: JVC beginnt mit der Vermarktung der ersten S-VHS-Rekorder. Anders als VHS bieten diese eine der Laserdisc vergleichbare Bildqualität.
- 1987 Mai: die Komplettausgabe der TV-Anime-Serie "Urusei yatsura" auf Laserdisc erscheint - die erste LD-Box.
- 1987 Sanyo Denki bringt den SLV-J1 heraus, den ersten LD-Player, der die zweiseitigen Laserdisks mit automatischem Seitenwechsel abspielen kann.
- 1988 Pioneer bringt den LD-W1 heraus, den ersten LD-Player, der alle 4 Oberflächen von 2 zweiseitigen Laserdisks mit automatischem Seitenwechsel abspielen kann.
- 1989 April: Toshiba EMI (jetzt: Toemi Media Solutions) beginnt mit der Produktion von Laserdiscs.
- 1989 Sony beginnt mit der Vermarktung der ersten Hi8-Videokameras. Diese bieten dieselbe Bildqualität wie die Laserdisc und S-VHS bzw. S-VHS-C.
- 1989 Oktober: Pioneer und KDD (jetzt: KDDI) geben bekannt, dass sie gemeinsam eine wiederbeschreibbare LD entwickelt haben.
- 1989 November: CBS/SONY GROUP (jetzt: Sony Music Entertainment) beginnt im Shizuoka Production Center mit der LD-Produktion.
- 1989 Dezember: die LD-ROM wird erstmalig vorgestellt, eine LD mit digitalen Daten, z.B. Spiel-Software, anstelle des digitalen Tons.
- 1990 Februar: Philips gibt die Umbenennung des bisher als "Laservision Disc" bekannten Systems zu "Laserdisc System" bekannt.
- 1991 August: die kumulierte LD-Gesamtproduktion von Pioneer allein überschreitet die 100-Millionen-Grenze.
- 1993 August: Pioneer beginnt mit dem Verkauf seiner LD-ROM-Player "LaserActive".
- 1993 Oktober: der bis dahin in Japan verbotene kommerzielle Verleih von Laserdiscs wird freigegeben.
- 1995 Januar: die erste NTSC-Laserdisc mit Dolby Digital 5.1 erscheint am 31. Januar 1995 (Output via AC-3 RF): "Clear and Present Danger".
- 1996 Pioneer bringt den CLD-D925 heraus, der von vielen als bester PAL/NTSC-Kombiplayer betrachtet wird (mit Toslink, AC3 RF, Digital Memory, autom. Seitenwechsel).
- 1996 In Korea erscheinen die ersten LD-Player (Samsung DV 7620KV), die auch VCDs abspielen können (nicht mit CDV verwechseln).
- 1996 November: Toshiba und Matsushita beginnen in Japan mit dem Verkauf der weltersten DVD-Player.
- 1996 November: drei Wochen nach dem ersten DVD-Player beginnt Pioneer mit dem Verkauf des ersten DVD/LD-Kombiplayers DVL-700.
- 1997 Januar: die NTSC-erste Laserdisc mit DTS 5.1 (Digital Theatre Sound) erscheint am 15. Januar 1997 (Output via Toslink): "Jurassic Park".
- 1997 März: Toshiba beginnt die Test-Vermarktung der ersten DVD-Player in den USA; es werden bis zum Jahresende ca. 350000 verkauft
(neue LD-Player nur noch 48000).
- 1998 Oktober: die ersten DVD-Platten und Player für das PAL-System werden in Europa angeboten.
- 1998 August: die erste DVD mit DTS 5.1 erscheint "offiziell", tatsächlich verzögert sich die erste Auslieferung bis Frühjahr 1999.
- 1999 Februar: die allerersten DVD-Player erreichen Australien.
- 1999 Herbst: in den USA übersteigt die Zahl der DVD-Player erstmals die Zahl der vorhandenen LD-Player (ca. 2 Millionen).
- 1999 Mitsubishi stellt die LD-Player-Produktion ein und bald darauf auch die LD-Produktion.
- 1999 Pioneer beendet die Produktion von PAL-Laserdiscs.
- 2000 Januar: eine der letzten PAL-Laserdiscs mit einem Kinofilm erscheint am 6. Januar 2000: "Ennemi d'État".
- 2000 April: die erste NTSC-Laserdisc mit Dolby Digital EX erscheint am 7. April 2000: "Star Wars - The Phantom Menace". Das erste Videomedium
mit DDEX.
- 2000 September: Kuraray beendet die LD-Produktion.
- 2001 September: die letzte NTSC-Laserdisc mit einem Kinofilm erscheint am 21. September 2001: "Tokyo Raiders".
- 2002 Pioneer erklärt offiziell das "Ende der Laserdisc-Ära", baut und liefert aber einige wenige LD-Player-Modelle
in kleinen Stückzahlen weiter.
- 2003 April: die Pioneer Video Corporation (PVC) wird aufgeteilt, die LD-Produktion bei Pioneer wird eingestellt.
- 2004 März: Die letzte Produktionslinie für 30cm-LD schließt bei Columbia Music Entertainment,
bis dahin waren noch Musikaufnahmen erschienen.
- 2007 März: Die allerletzte Produktionslinie für Laserdiscs (nur 20cm-LD-Singles) schließt bei Memory-Tech.
→ Die zu allerletzt produzierte LD Single war "Kanazawa no ame" von Miyuki Kawanaka (Enka, Karaoke), das Releasedatum war der 20. Mai 2007.
- 2009: Die letzten 3000 (geplant) LD-Player werden von Pioneer produziert und verkauft, es sind die Modelle
→ Pioneer DVL-919 (LD/DVD/CD), CLD-R5 (LD/CD),
DVL-K88 (LD/DVD/CD/Karaoke) und DVK-900 (LD/DVD/CD/Karaoke-Komplettsystem).
3. Zeittafel zur Geschichte der HD-Laserdiscs (für "MUSE Hi-Vision") 1992-2002,
und des analogen und digitalen HDTV in Japan 1989-2007
in schwarz: Information zum Thema, rote Jahreszahl: Niedergang der HD-LD, in blau: Randinformation
- 1989 In Japan beginnen Testsendungen für analoges HDTV via Satellit
(1125i60, Format 16:9 mit 1035 sichtbaren Bildzeilen, horizontal ≅ 1060 Pixel, ca. 600 TVL).
- 1991 das analoge HD-Fernsehen via Satellit, genannt "MUSE Hi-Vision", beginnt seinen regulären 3-jährigen "Probebetrieb".
- 1991 die fünf Firmen Sanyo Denki, Sony, Toshiba, Pioneer, Matsushita Denki kündigen eine "MUSE Hi-Vision"
unterstützende HD-Variante der Laserdisc an.
-
- 1992 Pioneer bringt den ersten HD-Laserdisc-Player HLD-V500 (Nur-HD) heraus
und es erscheinen dazu passende Scheiben ("MUSE Hi-Vision LD"). *
- 1993 Pioneer bringt den HD-Laserdisc-Player HLD-V700 (Nur-HD) heraus.
- 1994 Pioneer bringt den ersten zu normalen LDs abwärtskompatiblen HD-LD-Player HLD-1000 heraus.
Den gab es danach auch als OEM-Modell Hitachi HLD-1000.
- 1994 Sony bringt den HD-Laserdisc-Player HIL-1000 heraus.
- 1994 Sony bringt den HD-Laserdisc-Player HIL-C1 heraus.
Den gab es hinterher auch als OEM-Modell Panasonic LX-HD10.
- 1994 JVC bringt als Weiterentwicklung zu S-VHS die ersten W-VHS-Recorder (z.B. HR-W1) auf den Markt, die "MUSE Hi-Vision" analog aufzeichnen können.
- 1994 das analoge HD-Fernsehen "MUSE Hi-Vision" beginnt am 25. November seinen offiziellen Regelbetrieb.
- 1995 Pioneer bringt den HD-Laserdisc-Player HLD-X0 heraus.
- 1995 Sony bringt den HD-Laserdisc-Player HIL-C2EX heraus.
Den gab es ab 1996 dann auch als OEM-Modell Panasonic LX-HD20.
- 1996 Pioneer bringt den HD-Laserdisc-Player HLD-X9 heraus.
- 1998 die ersten volldigitalen HD-Testsendungen "Digital Hi-Vision" werden ausgestrahlt
(1080i60, Format 16:9 mit 1080 sichtbaren Bildzeilen, horizontal 1920 Pixel).
- 1999 JVC bringt die ersten D-VHS Recorder (z.B. HM-DR10000) auf den Markt,
die "Digital Hi-Vision" (1080i) digital aufzeichnen können.
- 2000 das volldigitale HD-Fernsehen "Digital Hi-Vision" (via Satellit) startet in Japan seinen Regelbetrieb.
- 2000 Pioneer stellt die Produktion der HD-Laserdiscs ein.
- 2001 Sony stellt die ersten digitalen Blu-Ray-Recorder vor, die "Digital Hi-Vision" mit
einem blauen Laser aufzeichnen.
- 2002 Pioneer erklärt offiziell das "Ende der Laserdisc-Ära",
die Produktion der HD-Laserdisc-Player HLD-X0 und HLD-X9 wird daraufhin eingestellt.
- 2003 April: Sony bringt in Japan den ersten digitalen Blu-Ray-Recorder (für BD-RE in Cartridges) BDZ-S77 auf den Markt.
- 2006 März: Toshiba bringt in Japan den ersten digitalen HD-DVD-Player HD-XA1 auf den Markt.
- 2006 Juni: Sony bringt in Japan den ersten digitalen Blu-Ray-Player (für normale BD-ROMs mit Filmen) auf den Markt.
- 2007 September: die Satellitenübertragung des analogen MUSE Hi-Vision via Kanal "NHK BS HiVision" (BS 9)
wird am 30. September 2007 eingestellt.
*: zum HD-Genießen brauchte man außer den HD-Laserdiscs und dem dafür geeigneten Player auch noch einen MUSE-Decoder
und einen HD-tauglichen Bildschirm - dies besaßen die Leute, die damals in Japan MUSE Hi-Vision via Satellit empfingen,
aber sowieso.
Von 1992 bis 2000 sind in Japan mehr als 100 verschiedene HD-Laserdiscs herausgegeben worden, darunter viele Dokumentarfilme und einige
Musikaufnahmen, aber auch Filme wie:
A Few Good Men, A League of Their Own, A River Runs Through It, Back to the Future 1/2/3, Backdraft, Basic Instinct, Bram Stroker's Dracula, Breakfast at Tiffany's,
Bugsy, Chaplin, Cliffhanger, Close Encounters of the Third Kind: Special Edition, Dances with Wolves, Death Becomes Her, E.T., Far and Away, In the Line of Fire, Jumanji, Jurassic Park,
Lawrence of Arabia, Legends of the Fall, Out of Africa, Showgirls, Sleepless in Seattle, Stargate, Terminator2: Judgment Day, The Silence of the Lambs, Top Gun, Twins,
Universal Soldier, Wolf.
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insbesondere aus der japanischen Wikipedia.
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