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Kurzer Abriss zur Geschichte der Laserdisc

Kurzer Abriss zur Geschichte der Laserdisc
(zuletzt bearbeitet im April 2008)

Die Erfindung der Laserdisc durch den Amerikaner M. Gregg und die Entwicklung des ersten Laserdisc-Systems fand bereits in den sechziger Jahren statt, und 1972 wurde dann von der amerikanischen Firma MCA der erste funktionierende Laserdisc-Player auf einer Ausstellung vorgeführt. Da Philips gerade an einem ähnlichen System bastelte (das damals VLP = "Video Langspeel Plaat" hieß), tat sich MCA bald mit der niederländischen Firma Philips zusammen und sie kamen überein, dass MCA die Platten und Philips die dazu passenden Player liefern sollte. Kurz vor der geplanten Markteinführung gesellte sich noch eine dritte interessierte Firma zur "Laserdisc-Allianz" hinzu, nämlich die japanische Firma Pioneer.

Der kommerzielle Verkauf der Platten und der Player begann in den USA Ende 1978 (in Atlanta), wobei die Platten zunächst unter dem MCA-Label "Discovision" und die Player unter dem Philips-Label "Magnavision" erschienen. Da die produzierten Platten aber nicht immer die ursprünglich anvisierte Spezifikation erfüllten und andererseits die Philips-Player sehr kritisch auf geringste Abweichungen reagierten, kam es bald zu Streit und gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Danach gelang es Pioneer, mittels Reinraum-Technik sowohl die Qualität der Laserdisc-Fertigung als auch die Qualität der Abspielgeräte durch Einbau zusätzlicher Regelkreise zu verbessern. In der Folge gab MCA die eigene Produktion der Platten auf, und Philips zog sich ebenfalls langsam aus dem Laserdisc-Geschäft zurück.

Neben Pioneer beteiligten sich bald auch andere japanische Firmen an der Laserdisc-Player-Produktion (insbesondere Sony), und nach und nach entstanden in Japan, in den USA, aber auch in Europa immer mehr Fabriken für die relativ aufwändige Produktion der Laserdiscs, und diese brachten im Lauf der Jahre zusammen mehr als 60000 Titel (geschätzt) auf den Markt. In den 25 Jahren der Laserdisc-Ära sollen insgesamt mehr als 12 Millionen Abspielgeräte verkauft worden sein, zwei Drittel davon allein in Japan. In dieser Zeit dürften insgesamt auch einige hundert Millionen Laserdiscs verkauft worden sein.

Zeittafel zur Geschichte der "normalen Laserdiscs" 1978-2007: Zeittafel zur Geschichte der HDTV-Laserdiscs ("MUSE Hi-Vision") 1992-2002:
Die Angaben in dieser Seite stammen aus eigener Erinnerung sowie aus verschiedenen Internet-Quellen, insbesondere aus der japanischen Wikipedia.

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