Oki hatte 1980 eine eigene sog. "all-in-one" Computerfamilie namens "if800" mit PC und Drucker im selben Gehäuse erfolgreich
eingeführt, zunächst auf Basis der 8-bit-CPU Z80A (if800/10 und if800/20), dann Z80B (if800/30).
Im Jahr 1983 erschien
dann das erste 16-bit-Modell "if800/50" mit der CPU 8086 / 8MHz und einem angepassten MS-DOS.
Diese Oki-eigene Computerfamilie besitzt wie alle japanischen PC-Familien spezielle Hardware-Einrichtungen,
um Japanisch im Textmodus darstellen zu können. Die Graphik ist auf dem Motherboard integriert und erlaubt typischerweise
16 Farben aus einer 4096-Farben-Palette bei einer Auflösung von bis zu 720 x 512 Pixeln (z.B. beim Modell EX110), beim oben abgebildeten
Modell EX120 sogar bis zu 1148 x 754 Pixeln. Eine Besonderheit dieser Rechner war, dass auf ihnen mit Hilfe
eines "Virtual Machine Monitors" ein Parallelbetrieb von bis zu drei MS-DOS gleichzeitig angeboten wurde - eine Ausweichlösung
für das unter MS-DOS fehlende Multitasking.
Die if800-Computer sind mit allen anderen japanischen Computerfamilien (und auch mit den 8-bit-Frühmodellen if800/10 bis 30) inkompatibel,
das für die if800-Computer erhältliche MS-DOS (von Microsoft) und das C-DOS/4 (von Digital Research) waren spezifisch
an die if800-Computer angepasst.
Oki versuchte diese Geräte im Bürobereich zu platzieren, sie konnten jedoch nur einen kleinen Marktanteil gegenüber
den damals in Japan im Bürobereich dominierenden, preiswerteren NEC PC-9800-Computern erringen.
Die Produktion der if800-Serie wurde 1990 nach dem Erscheinen des letzten Modells, des "ifNOTE" Notebooks, eingestellt.
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