Dieser Computer war der erste "Personal Computer" mit echtem präemptivem Multitasking-Betriebssystem.
Außerdem hatte er wie der etwa gleichzeitig erschienene Apple MacIntosh
eine Bitmap-Screen - mit 512 x 256 Pixeln bei 4 Farben (siehe Abbildung), d.h. mit fast derselben Auflösung wie der
damals nur monochrome MacIntosh. Der Sinclair QL unterstützte auch Fenstertechnik - allerdings ohne Maus,
man musste beim QL trotz der Fenster Kommandos eingeben.
Zusammen mit dem QL wurde ein anerkannt professionelles Office-Paket mit WYSIWYG-Texteditor, Tabellenkalkulation und Datenbank
mitgeliefert, das von der englischen Firma PSION entwickelt worden war: der QL war also auch
das erste "Komplett-mit-Business-Software-System".
Trotz seiner modernen Technik (CPU Motorola 68008 / 7.5MHz, 128 KiB RAM) und seines konkurrenzlos günstigen Preises
wurde daraus allerdings
kein großer finanzieller Erfolg - schon ein Jahr nach seinem Debut war ihm im Atari ST
ein starker "Konkurrent mit Maus" erwachsen, der viele potentiellen Käufer auf sich zog,
und auch sonst ging mit dem QL-Verkauf irgendwie alles schief - so wurde aus dem QL alsbald ein
"Lehrbeispiel für verfehltes Marketing".
Die Produktion des QL wurde 1986 von Amstrad nach dem Kauf aller Rechte von Sinclair eingestellt. Später wurden von anderen Firmen
QL-kompatible Rechner gebaut, bis hin zu dem bis heute (in kleinen Stückzahlen) gefertigten Q60 Computer mit CPU 68060.