deutsch 日本語 Esperanto    
Detektiv Conan
Inoffizielle Fan-Website

Die Namen der Hauptpersonen in verschiedenen Sprachen

Bitte beachten: dies ist eine nicht-kommerzielle Fan-Website.
Das Copyright an "Detektiv Conan", sowohl an der Geschichte als auch an sämtlichen Abbildungen liegt bei Hr. Gōshō Aoyama 青山剛昌
und den von ihm autorisierten Verlagen, insbesondere bei Shōgakukan Inc. 株式会社 小学館 Tokyo/Japan.
Diese Seite wird nur dann richtig angezeigt, wenn Fonts für Japanisch, Chinesisch, Thailändisch, Arabisch, etc. installiert sind.

Der Held dieser Geschichten ist der japanische "Oberschüler-Meisterdetektiv" Shin'ichi Kudō, in seiner geschrumpften Kleines-Kind-Form nennt er sich Conan Edogawa - und trägt außerdem eine Brille, um nicht erkannt zu werden (das gab's doch irgendwo schon mal ;-)
Seine Freundin Ran Mōri und ihr Vater Kogorō Mōri (der ungeschickte Privatdetektiv), sowie Shin'ichis bzw. Conans Freund, der Erfinder Professor Hiroshi Agasa, sind die nach ihm wichtigsten Personen der gesamten Handlung. Außerdem freundet sich Conan mit drei Grundschul-Klassenkameraden an: Ayumi Yoshida, Genta Kojima und Mitsuhiko Tsuburaya. Später (ab Band 18) gesellt sich dazu noch die geheimnisvolle Ai Haibara.

Von Anfang an dabei sind der gewissenhafte (Ober-)Inspektor Jūzō Megure, sowie die beiden Erzschurken mit den Decknamen Gin und Wodka. Nach und nach wird die Zahl der immer wiederkehrenden Personen in Conans Umfeld immer größer: Shin'ichis Eltern Yūsaku Kudō und Yukiko Kudō, Rans Mutter Eri Kisaki, Rans Freundin Sonoko Suzuki, Shin'ichis Freund Heiji Hattori nebst seiner Freundin Kazuha Tōyama, der mysteriöse Meisterdieb Kaitō Kid, die Inspektoren Wataru Takagi, Miwako Satō und Ninzaburō Shiratori, usw.

Ihre Namen wurden in fast allen Übersetzungen praktisch unverändert übernommen - leider jedoch nicht in allen: den Amerikanern (und den Spaniern in der Anime-Verfilmung) erschienen Helden mit "ausländischen" Namen offenbar unbequem, und so wurden sie dort zu "Amerikanern" umgetauft - was äußerst unpassend wirkt. Denn im Unterschied zu den Chinesen, von denen es manche schick finden, sich zusätzlich einen englischen Namen zuzuweisen, tragen Japaner in Japan immer nur japanische Namen (der Name "Conan" macht hier als "Künstlername" eine Ausnahme), und die Geschichte spielt ja nun einmal in Japan. Die Umbenennung betrifft übrigens nur die Hauptfiguren bzw. "Helden", nicht die ständig wechselnden Nebenfiguren, was die dahintersteckende kulturelle Borniertheit umso deutlicher macht:

MANGA / ANIME MANGAANIME (TV)
japanisch: ¹ französisch:deutsch: italienisch:englisch/USA: spanisch/Spanien: spanisch:
Kudō Shin'ichi Shinichi KudoShinichi KudoShinichi Kudo Jimmy KudoShinichi Kudo Bobby Jackson
Edogawa Konan Conan EdogawaConan EdogawaConan Edogawa Conan EdogawaConan Edogawa Conan Blazy
Mōri Ran Ran MouriRan MoriRan Mori Rachel MooreRan Mouri Claudia Guzmán
Mōri Kogorō Kogoro MouriKogoro MoriKogoro Mori Richard MooreKogoro Mouri Carlos Guzmán
Agasa Hakase docteur AgasaProfessor Agasaprofessore Agasa Dr. Agasaprofesor Agasa profesor Cardillo
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Amy,
George,
Mitch
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Jessica,
Beto,
Jorgito
Megure Keibu inspecteur MaigretInspektor Megureispettore Megure inspector Meguireinspector Megure inspector Vera
In der japanischen Umschrift ist "ō" ein "langes O"; der Apostroph in Shin'ichi soll verhindern, dass man falsch "Schi-nitschi" liest - richtig ist: "Schinn-itschi".
Im Französischen und Spanischen fällt das "ou" in Mouri auf - das ist wohl eine Übernahme der japanischen Hiragana-Schreibweise, wo ein "langes O" durch "ou" wiedergegeben wird - warum dann aber nur bei "Mouri" ? Nach dieser Methode müsste man dann ja auch "Kogorou" und "Kudou" anstelle von "Kogoro" und "Kudo" schreiben. Ausserdem wird in Frankreich das "ou" als langes "U" gelesen und so wird dort aussprachemäßig aus Ran Mōri eine "Ran Mūri" - also ich halte das "ou" für einen Fehler des französischen Übersetzers, dem sich dann wiederum der spanische Übersetzer angeschlossen hat ...
Megure ist die japanische Aussprache des Namens des berühmten französischen Kommissars Jules Maigret, und auch andere Namen enthalten Anspielungen auf bekannte Krimigrößen wie z.B. der Familienname von Professor Agasa, der die japanische Aussprache des Vornamens von Agatha Christie nachbildet.

MANGA / ANIME
japanisch: ¹ koreanisch: ¹ chinesisch: ¹, ² mandarin-chinesisch: ¹, ² kantonesisch-chinesisch: ¹, ²
工藤新一Ku-dō Shin-ichi 쿠도 신이치K'u-do Shin-i-ch'i 工藤新一 Gōng-téng Xīn-yī Gùng-tàng Sàn-yāt
江戸川コナン E-do-gawa Ko-na-n 에도가와 코난 E-do-ga-wa K'o-nan 江戸川柯南 Jiāng-hù-chuān Kē-nán Gòng-wu-chyùn Ò-nàam
毛利蘭Mō-ri Ran 모리 란Mo-ri Ran 毛利蘭 Máo-lì Lán Mòu-lei Làan
毛利小五郎Mō-ri Ko-go-rō 모리 코고로Mo-ri K'o-go-ro 毛利小五郎 Máo-lì Xiǎo-wǔ-láng Mòu-lei Síu-ńg-lòng
阿笠博士 A-gasa Haka-se 아가사 박사 A-ga-sa Bak-sa 阿笠博士 Ā-lì Bó-shì A-lāp Bok-si
歩美,
元太,
光彦
Ayu-mi,
Gen-ta,
Mitsu-hiko
아유미,
겐타,
미츠히코
A-yu-mi,
Gen-t'a,
Mi-ch'ŭ-hi-k'o
歩美,
元太,
光彦
Bù-měi,
Yuán-tài,
Guāng-yàn
Bou-méi,
Yùn-taai,
Gwòng-yin
目暮警部
 
Me-gure Kei-bu
 
 
메구레 경관
 
Me-gu-re Gyǒng-gwan
目暮警部
目暮警官
Mù-mù Jǐng-bù (China)
Mù-mù Jǐng-guān (Taiwan)
 
Muk-mou Gíng-gùn (Hongkong)
Die von mir hier in die Namen eingefügten Bindestriche sollen die Zuordnung der Wortteile zu den Zeichen der jeweiligen Originalschrift verdeutlichen.
In der koreanischen Umschrift zeigt der Apostroph eine verstärkte Konsonantenaussprache an, "ŏ" meint ein "offenes o", und "ŭ" ein "breites u".
In der chinesischen Umschrift zeigen die Akzente den Tonverlauf an. X wird wie "sch", J wie "dsch" und CH wie "tsch" ausgesprochen.
In der kantonesischen Umschrift wird der Tiefton entweder durch Unterstreichung oder nachgestelltes "h" angezeigt. "Ò-nàahm" ist dasselbe wie "Ò-nàam".

MANGA / ANIME
japanisch: ¹ thailändisch: ¹vietnamesisch: schwedisch:finnisch:
Kudō Shin'ichi คุโด้ ชินอิจิ Kudō Chin-idji Shinichi Kuno Shinichi KudoShinichi Kudo
Edogawa Konan เอโดกาว่า โคนัน Ēdōgāwā KhōnanConan Edogawa Conan EdogawaConan Edogawa
Mōri Ran โมริ รัน Mōri RanRan Mori Ran MoriRan Mori
Mōri Kogorō โมริ โคโกโร่ Mōri KōgōrōKogoro Mori Kogoro MoriKogoro Mori
Agasa Hakase ดร. อากาซะ Dr. ĀgāsaTiến sĩ Agasa Doktor AgasaProfessori Agasa
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
อายูมิ,
เกนตะ,
มิตซึฮิโกะ
Āyūmi,
Gēnta,
Mitchühiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Megure Keibu สารวัตร เมงูเระ Sārwadr MēgūreThanh tra Megun Kommissarie MegureKomisario Megure
In der thailändischen Umschrift werden lange Vokale wie im Japanischen durch Längenstrich angezeigt (ā, ē, ō, ū)

¹: Im Japanischen, Koreanischen, Chinesischen und Thailändischen kommt wie im Schwäbischen und Bairischen der Vorname nach dem Familiennamen,
aber nur im Japanischen, Koreanischen und Chinesischen werden auch Titel wie "Doktor" oder "Inspektor" nach dem Namen genannt.

²: Die Namen werden auf chinesisch wie in Japan geschrieben, die eigentlich identischen Zeichen werden chinesisch allerdings anders gelesen ... so wird z.B. aus japanisch "E-do-gawa" in Mandarin "Jiāng-hù-chuān" und im Kantonesischen "Gòng-wu-chyùn".
Der Name "Conan" ist allerdings nicht japanisch, daher wird er in Japan mit phonetischen Zeichen geschrieben, die in China wiederum unbekannt sind. Daher wurden ihm in mandarin-chinesisch als "beste lautliche Annäherung" die zwei Zeichen 柯南 "Stiel*-Süden" zugewiesen, die auf mandarin "Kē-nán" ausgesprochen werden. Diese Zeichen wiederum werden in ganz China identisch verwendet, was dann allerdings z.B. im Kantonesischen wegen der von Mandarin deutlich verschiedenen Aussprache zu "Ò-nàam" führt ! Das ist also keine "Umbenennung", sondern die zwangsläufige Konsequenz aus der identischen Übernahme von chinesisch geschriebenen Namen von einer chinesischen Sprache zu einer anderen.
(*: das chinesische Zeichen 柯, in mandarin "kē" gelesen, umfasst die Bedeutungen: Stiel, Stengel, Ast, Zweig, Halm, Holm)

Weitere sprachliche Hinweise:

Der Bezeichnung "Detektiv" des deutschen Titels entspricht im japanischen Originaltitel "mei-tan-tei", geschrieben 名探偵. Das erste Zeichen 名 "mei" bedeutet "Name" und steht für "berühmt" bzw. "meisterhaft", und die folgenden zwei Zeichen 探偵 "tan-tei" bedeuten "suchen - auskundschaften", womit in Japan und in China ein "Detektiv" gemeint ist. Die korrekte Übersetzung von japanisch "meitantei" wäre also "Meisterdetektiv" und nicht bloss "Detektiv" !
Die Übersetzungen ins Chinesische, Koreanische, Vietnamesische, Thailändische und Schwedische nehmen Rücksicht auf diese "mei-Nuance": chinesisch: míng-zhēn-tàn bzw. mìng-taam-jìng, koreanisch: myŏng-t'am-jŏng, vietnamesisch: thám tử lừng danh, thailändisch: yəd-nagksüüb-djəo, schwedisch: mästerdetektiv.

Bemerkenswert am "Detektiv-Wort" ist, daß die Japaner und Koreaner (und manche chinesischen Dialekte, früher auch die Vietnamesen) die zwei Schriftzeichen in der oben genannten Reihenfolge verwenden 探偵 (jap. "tan-tei" = kor. 탐정 "t'am-jŏng" = vietn. "thám tử") mit dem "tan-Wort" vorne, die Mandarin-sprechenden Chinesen verwenden sie dagegen in der umgekehrten Reihenfolge "auskundschaften - suchen", also 偵探 in traditioneller Schrift bzw. 侦探 in vereinfachter Schrift (beide gelesen in mandarin: "zhēn-tàn"), also mit dem "tan-Wort" hinten. Eine Merkwürdigkeit der kantonesischen Ausgabe aus Hongkong ist es, dass dort in der Standardausgabe von Detektiv Conan die "japanische" Zeichenfolge 探偵 benutzt wurde (siehe die Abbildungen der Titelseiten, also kantonesisch "taam-jìng"), in der "Spezialausgabe" dagegen die in China üblichere Reihenfolge 偵探 (also kantonesisch "jìng-taam"). Im Manga selbst wird diese im Japanischen eigentlich nicht übliche Umdrehung übrigens auch benutzt - nämlich als scherzhafte Andeutung im Namen von Shin'ichis Oberschule, dem "Tei-tan"-Gymnasium - allerdings versteckt in einer Schreibweise mit ganz anderen chinesischen Zeichen. Die französische Ausgabe ahmt diesen Scherz nach und nennt Shin'ichis Schule dementsprechend "lycée Tivedétec" (abgeleitet von détec-tive).

Zum Titel "Inspektor" bei Mandarin ist zu bemerken, dass in China wie in Japan 警部 verwendet wird (警部 = jap. "kei-bu" = mandarin "jǐng-bù") -
in Taiwan, Hongkong und Korea wird dagegen das bedeutungsähnliche 警官 mit einem anderen zweiten Zeichen verwendet:

(警官 = mandarin "jǐng-guān" = kantonesisch "gíng-gùn" = koreanisch 경관 "gyŏng-gwan")
Die Variante 警官 (jap. "kei-kan") wird auch in Japan verwendet, bezeichnet dort aber nur einen "einfachen Polizeibeamten", nicht den "Herrn Inspektor".

Professor Agasa ist im Japanischen eigentlich "Dr. Agasa", d.h. auf japanisch 阿笠博士 "Agasa hakase", und so ist es auch in den meisten Übersetzungen. Nur in Deutschland, Italien, Spanien und Finnland wurde er zum Professor "befördert". Sein japanischer Name stellt übrigens ein japanisches Wort(zeichen)spiel dar: sein Doktortitel 博士 (= jap. "haka-se" = kor. "bak-sa" = mandarin "bó-shì" = kantonesisch "bok-si") kann nämlich - allerdings NUR im Japanischen - bei identischer Schreibweise auch wahlweise als sein Vorname "Hiro-shi" gelesen werden.

Verschiedensprachige Ausgaben   Textbeispiel   Namen der Hauptpersonen   Weitere Conan-Bücher, Filme und Artikel

Detektiv Conan
DISCLAIMER: Alle Angaben auf dieser Seite erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr.
Dies ist eine nicht-kommerzielle Fan-Website

Sprache:   deutsch 日本語 Esperanto,   zurück zur Seite über Detektiv Conan
© 2005-2007 Elmar Dünßer, Deutschland